KILOF-Conference

What AI can do and how it can be used for effective teaching

Friday, 2026/05/01, 09:00

Zu sehen ist eine Zeichnung eines Studenten vor einem Laptop und über seiner Schulter eine türkise Darstellung von KI in Form eines Roboters, die mit ihm am Laptop arbeitet und ihn unterstützt.

Does the use of AI inevitably lead to “deskilling,” i.e., the phenomenon of “unlearning”? Does AI slow down and render unverifiable the growth of skills? Or is this pessimism that fails to recognize the potential for university teaching? This lies somewhere between prompt, presence, and stalemate: What still counts in a degree program? What should you be able to do afterward? What constitutes meaningful performance assessment? Perspectives on these questions will be discussed in Bern on May 1. The next KILOF-conference focusing on teaching will take place from 9:00 a.m. to 5:30 p.m. at the University of Bern on the UniS campus.

Event organizer: Learning and Development | LEAD
Speaker: Prof. Dr. Tobias Hodel; Dr. Bernard Lange; Prof. Dr. Malte Persike (+ Additional speakers with application examples)
Date: 2026/05/01
Time: 09:00 - 17:30
Locality: Rooms will be announced soom
Campus UniS
Schanzeneckstrasse 1
3012 Bern
Characteristics: open to the public
free of charge

This conference will be held exclusively in German.

Timetable
Time Program
09.00 Begrüssung
Thomas Tribehorn, Universität Bern, Vizerektorat Lehre, Learning and Development | LEAD
09.15 Update 1: Prof. Dr. Tobias Hodel, Universität Bern, Digital Humanities
Generative KI im reflektierten Einsatz: Aktueller Stand von Technologie und Anwendung
09.45 Showcase #1: Dr. des. Christa Schneider, Universität Bern, Digital Humanities
KI in der Lehre: Vom sinnvollen Prompt zum Tool für die Wissenschaft
10.00 Showcase #2: Dr. Tatjana Hödl, Universität Bern, Institut für Wirtschaftsinformatik
Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl: KI als Werkzeug, nicht als Ersatz für kritisches Denken
10.15 Pause
10.45 Showcase #3: PD Dr. Sandra Grinschgl, Universität Bern, Institut für Psychologie
"ChatGPT, fix my code!" - und jetzt? Ein Praxisbeispiel aus der psychologischen Methodenlehre zur Nutzung von LLMs für die Datenanalyse
11.00 Showcase #4: Prof. Dr. med. vet. habil. Prof. h.c. Heiko Nathues, PhD
Wenn KI mitdenkt - aber nicht das Denken ersetzt. Erkenntnisse aus der Integration von Microsoft Copilot in die veterinärmedizinische Fallarbeit an der Universität Bern
11.15 Q&A-Session: Fragerunde mit den Präsentierenden der vier Showcases
11.30 Update 2: Dr. Bernhard Lange, Leiter Zentrum Lehre, Universität Luzern
Lehre zwischen Präsenz, Lernforschung und KI - Warum gute Didaktik jetzt skalierbar wird.
12.00 MIttagessen
13.00 Parallele Workshops Durchführung 1 (60') (Informationen und Anmeldemöglichkeit folgen separat)
14.15 Parallele Workshops Durchführung 2 (60') (Informationen und Anmeldemöglichkeit folgen separat)
15.30 Hauptreferat: Univ.-Prof. Dr. Malte Persike, RWTH Aachen
KI im Prüfungskontext - Chancen und Herausforderungen
16.30 KI-Club: Apéro kombiniert mit Frage-Antwort-Session mit den Hauptreferierenden

Sie können sich hier anmelden.

Wir freuen uns auf Sie!

Large Language Models und andere Formen generativer KI sind seit mehreren Jahren im Einsatz. Während sich die Systeme kontinuierlich weiterentwickeln und Fragen zu Themen wie Alignment und Modellgrösse weiterhin offen und dynamisch bleiben, kristallisieren sich zunehmend Nutzungsszenarien heraus. Einige davon erweisen sich als besonders produktiv, andere werden kritisch hinterfragt.

In diesem Beitrag beleuchten wir aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Reasoning und Retrieval-Augmented Generation, agentenbasierte Systeme sowie Visual Language Models. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie robust und verlässlich diese Ansätze für unterschiedliche Anwendungsszenarien sind. Wie bei jedem gut ausgestatteten Werkzeugkasten gilt: Ein klar definierter Einsatzzweck und eine konsequente Evaluation sind entscheidend für die sinnvolle Auswahl und Nutzung der passenden Werkzeuge.

Über den Speaker

Zu sehen ist ein Profilbild von Prof. Dr. Tobias Hodel vor den leeren Hallen des Unitoblers

Prof. Dr. Tobias Hodel ist ausserordentlicher Professor für Digital Humanities am Walter Benjamin Kolleg der Universität Bern, wo er seit 2019 in Lehre und Forschung tätig ist. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Theorie der digitalen Geisteswissenschaften, dem Einsatz von Machine Learning und kritischen Algorithmus-Studien, Informationsextraktion und digitale Editionen. Hodel war zuvor an Projekten zur automatisierten Erschliessung archivalischer Dokumente beteiligt und hat digitale Editions- und e-Learning-Projekte geleitet und betreut. Er ist zudem in diversen wissenschaftlichen Gremien aktiv, etwa im Vorstand der Schweizerischen Akademie für Geistes- und Sozialwissenschaften, in DARIAH-CH und DHCH.

Die Keynote zeigt, warum Universitäten keine Content-Delivery-Systeme sind und weshalb Präsenz im KI-Zeitalter an Bedeutung gewinnen sollte. Auf Basis lernpsychologischer Erkenntnisse werden Grenzen klassischer Vorlesungen aufgezeigt und didaktische Alternativen wie Inverted Classroom und Mastery Learning diskutiert. Diese Konzepte werden durch KI erstmals skalierbar. Generative KI wirkt in diesem Kontext nicht als Ersatz, sondern als Verstärker guter Didaktik. Die Keynote ordnet aktuelle Entwicklungen ein und schafft einen Orientierungsrahmen für den Einsatz von KI in Lehre und Prüfungen.

Prüfungen gehören zu den Bereichen der Hochschule, für die generative KI immense Umwälzungen mit sich bringt. Die Keynote gibt einen praxisnahen und anwendungsorientierten Einblick, auf welchen Wegen generative KI-Systeme wie ChatGPT den gesamten Prüfungsprozess sinnvoll unterstützen können und wie wir dabei das Problem des "Entlernens" (sog. Deskilling) möglichst wirksam verhindern. Praktische Szenarien zeigen, wie generative KI für die Vorbereitung, Durchführung und Evaluation von Prüfungen. Neben den Einblicken in die Praxis und dem Einbezug der dazu bereits durchgeführten Forschung legt die Keynote einen besonderen Fokus auf die reflektierte Bewertung des Einsatzes von KI-Technologien in Lehre und Assessment.

Über den Speaker

Univ.-Prof. Dr. Malte Persike ist Diplom-Psychologe, seit 2019 Wissenschaftlicher Leiter des Centers für Lehr- und Lernservices (CLS) der RWTH Aachen und seit 2025 Inhaber der Professur für Didaktik und Digitalisierung in der Hochschullehre an der RWTH. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der evidenzbasierten Wirkungsforschung im Hochschulwesen, im Bereich Learning Analytics sowie im Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Optimierung von Lehr-/Lernprozessen. Als ausgewiesener Experte für digitales Lehren, Lernen und Prüfen wurde er 2012 mit dem ars legendi-Preis für exzellente Lehre in den Sozialwissenschaften ausgezeichnet. Er leitet das Landesprojekt KI:connect.nrw, das generative KI-Dienste für Hochschulen in Nordrhein-Westfalen bereitstellt, und ist zudem Kernteammitglied im Hochschulforum Digitalisierung sowie Mitglied der Taskforce KI in der Hochschulbildung.

Workshops

Wie fragwürdige (KI-) Publikationen zur Lernchance werden – und wissenschaftliche Praxis stärken. Strategien, Tools und Impulse.


Tanya Karrer, Scientific Information Specialist, Forschungsunterstützung Bibliothek Medizin

Der Workshop zeigt, wie Promptkompetenzen im Bachelorseminar gezielt gefördert werden können, damit Studierende diese für ihre Arbeiten im Seminar nutzen können. Im Zentrum steht die Erprobung eines konkreten Konzepts, sodass das Mitbringen eigenes digitales Endgerät erforderlich ist.

PD Dr. André Klostermann, Dozent Institut für Sportwissenschaften, Mitarbeiter bei Learning and Development | LEAD

K.I., Neuroplastizität und die Frage des bewussten Deskilling oder der intensiven Kompetenzförderung am Beispiel des wissenschaftlichen Schreibens.

Dr. phil. Thomas Schröter, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Learning and Development | LEAD

Wir erläutern Idee und Technologie des Chatbots für Hochschullehrende der Universität Bern. Die Teilnehmenden werden das System anhand eigener oder vorgegebener Fragestellungen erproben und in Kleingruppen reflektieren. Im Schlussplenum werden die Erfahrungen zu Vorschlägen für Einsatz und Weiterentwicklung verdichtet.

Prof. Dr. Tobias Hodel, Ausserordentlicher Professor für Digital Humanities am Walter Benjamin Kolleg der Universität Bern.

Ein praxisorientierter Workflow mit Gemini und NotebookLM zur Erstellung von Lernmaterialien.

Dr. phil. Bernhard Lange, Leiter Zentrum Lehre Universität Luzern